Liebe Leser,

Merken Sie es auch? Dieser ganz lange Sommer neigt sich seinem Ende zu. Kalendarisch und meteorologisch steht der Herbst vor der Türe und für viele eine hoffentlich großartige Ernte. Obstbäume tragen heuer überreich, der Wein wird gut und mit etwas Regen könnte es auch wieder Pilze in allen Wäldern geben. Natürlich steht auch der Beginn der Karpfensaison 2018/19 ab September bevor und so wie es aussieht, gibt es auch da eine gute Ernte.

Im Bereich der Fischereipolitik rührt sich nach Aussage von VDBA-Präsident Bernhard Feneis auch schon etwas: Es soll im Anschluss um 2020 nochmals ein neues EMFF-Programm geben. Die Meeresfischerei der südeuropäischen EU Mitgliedsländer dürfte hier Druck gemacht haben und es ist ganz recht, wenn für uns Binnenfischer dabei auch etwas abfällt. Allerdings soll die Hilfe vor allem durch Zinszuschüsse und nicht mehr durch direkte Förderung gewährt werden. Das kann der Fischereiindustrie ausreichen, für uns Kleinteichwirte und Forellenzüchter auf regionaler Ebene wäre das allerdings eine völlig falsche Form der Unterstützung. Denn wer zum Teichneubau oder -umbau ein Darlehen aufnehmen muss, dem helfen beim jetzigen Zinsniveau ein paar Prozent Kredithilfe wenig. Leider hört man auch, dass in Brüssel die Bedeutung der Fischerei insgesamt schrumpfen soll und die Folgen des Brexit, ob weich oder hart, sind da noch gar nicht abzusehen.
Insgesamt muss ich zugeben, dass mich die große Politik oft nur noch verdrießt. Hoffen wir, die wir traditionell leben und arbeiten, dass, auch wenn’s ein paar Jahre dauert, wieder Vernunft einkehrt. Immerhin wir leben in einer Demokratie, die uns im eigenen Land die Sicherheit gibt, dass der Mehrheitswille zählt und nicht das Geheul der Populisten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Thomas Müller-Braun